Das Unterrichtsfach „Mathematisch – naturwissenschafltliche Erziehung“ (MNE) soll dazu beitragen, dass sich das naturwissenschaftlich – mathematische Interesse bereits im Elementarbereich etabliert. Auf spielerische Weise werden die Kinder an die Naturwissenschaften herangeführt. Vielfältige Versuche und Experimente legen die Grundlage für ein kindgemäßes Verständnis von Naturgesetzen.
Die Förderung mathematischer (Vorläufer-) Kompetenzen im Rahmen des Faches
Mathematisch-naturwissenschaftliche Erziehung. Konzepte zur Entwicklung des Zahlenbegriffs sind in den letzten Jahren zunehmend bekannter geworden, allen voran die Konzepte „Komm mit ins Zahlenland“ bzw. „Entdeckungen im Zahlenland“. An diesen Konzepten gibt es vieles zu würdigen, es werden aber auch kritische Stimmen laut: sie seien zu sehr der Tradition der inzwischen überholten Funktionsdidaktik verhaftet und stellten ein vom Alltag dissoziiertes und entpersonalisiertes Lernprogramm dar. Hinterfragt wird auch die „anheimelnde Pädagogisierung“ durch die Verknüpfung mathematischer Symbole mit irrelevanten und emotionalen Inhalten in Geschichten, die mit Zahlenstrukturen und einer Mengenerfassung oft gar nichts zu tun haben. Neben der pädagogischen Beleuchtung dieser Konzepte im Fach „Mathematisch-naturwissenschaftliche Erziehung“ soll den Studierenden verdeutlicht werden, dass eine mathematische Förderung in den Kindergartenalltag integriert werden kann. Der Prozess des Erwerbs eines Zahlenbegriffes beginnt wesentlich früher, als die oben angesprochenen Konzepte nahe legen. Anregungen für eine mathematische Förderung lassen sich zudem in der Montessori-Pädagogik finden und mittels der Spielgaben von Fröbel gestalten. Annahmen dieser Handlungskonzepte werden im Unterricht kritisch-konstruktiv analysiert. Ein besonderes Augenmerk liegt innerhalb des Unterrichts auf der Bedeutung von mathematischen Vorläuferkompetenzen. Mathematisch lernrelevante Situationen lassen sich im Alltag finden. Die Erzieher/innen stehen vor der Herausforderung solche Bildungsprozesse aus kindlicher Sicht wahrzunehmen, den spielerischen Forscherdrang des Kindes herauszufordern, die mathematische Lernrelevanz zu identifizieren und die Lernsituationen zu nutzen. Der erste Umgang mit mathematischen Vorläuferkompetenzen erfolgt im Unterricht in einer Selbsterprobungsphase.