Diagnosestellung und Beratungsangebot für eine Familie
Wie sind wir vorgegangen?
Eine Familie, die sich in der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapiepraxis von Herrn Dipl.-Psych. Klaus Eder angemeldet hatte, war bereit, die Diagnosestellung zusammen mit Studierenden der Fachakademie durchzuführen. Selbstverständlich wird dabei die Schweigeflicht gewahrt.
In unserer Kleingruppe sammelten und besprachen wir zunächst die Vorgehensweisen der heilpädagogischen Diagnostik. Wir einigten uns dann auf ein Vorgehen mit Anamnesegespräch, Testverfahren mit dem Kind und verschiedenen Beobachtungen. Dazu verteilten wir Aufgabenbereiche, da jeder praktisch mitarbeiten sollte. Es fanden immer abwechselnd „Teamsitzungen“ zur Vor- und Nachbereitung und Sitzungen mit Kind oder der Familie statt, die zwei Studierende zusammen mit Herrn Eder durchführten. Die Aufgaben wurden vorher besprochen und wenn möglich im Rollenspiel eingeübt.
Aus den Gesprächen mit der Mutter, einem gemeinsamen Elterngespräch auch mit dem Vater, verschiedenen Fragebögen, die die Eltern ausfüllten, sowie verschiedenen Tests und Beobachtungen mit dem Kind entwickelten wir langsam eine Verdachtsdiagnose: F90.0 ADHS (leichte Ausprägung)
Wir beschäftigten uns näher mit der Hausaufgabensituation und der Interaktion mit den Geschwistern.
Dann führten wir eine Informations- und Aufklärungsgespräch mit der Mutter durch, in dem wir unsere Ergebnisse und Beobachtungen einschließlich der Diagnose mitteilten. Schließlich vermittelten wir der Mutter und dem Kind noch Hilfen im Hinblick auf die angespannte Hausaufgabensituation.
Klaus Eder