"SchneeHitchen"

Der „Fee“, eine männliche Variante der bekannten magischen Gestalt, ist redlich bemüht, das naive Schneewittchen vor der mit immer neuen Intrigen aufwartenden bösen Stiefmutter zu bewahren. Unterschlupf findet die verfolgte Schöne bei ziemlich modernen Zwergen. Am Ende aber hat die alte Königin ganz klassisch das Nachsehen und muss dem Schneewittchen ihr Glück lassen.

Alte Motive und eine frech-satirische Neuinterpretation verbanden sich in der diesjährigen Musical-Aufführung der FakS anlässlich der 110-Jahr-Feier im Mai 2016. „Schneehitchen“, so sagt es schon der Titel, mischt das alte Märchen der Gebrüder Grimm mit von den Studierenden eigens für das Musical umgeschriebenen Titeln aus der Rock- und Popgeschichte auf. Mit „Schneewittchen rockt“, „Über sieben Brücken musst du gehen“ oder „Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben“ wurden eingängige Songs präsentiert, die das Publikum am Ende der Aufführung sogar dazu brachten, mitzutanzen. In den verschiedenen Übungen „Theater“ (Leitung: Katharina Rissling), Chor (Carsten Haas), Theater (Elisabeth Bauer, Veronika Scheuerer) und Layout (Herbert Wurm) erarbeiteten die Studierenden der Ersten und Zweiten Klassen ein großartiges Gemeinschaftsprojekt, das in zwei Abendaufführungen und zwei Kinderaufführungen ein begeistertes Publikum fand.

Die glänzende Darbietung der Schauspieler aus den Zweiten Klassen wurde immer wieder unterbrochen – oder besser „gecrasht“ – von Studierenden der Ersten Klassen, die versuchten, sich z. B. mit einer Modenschau ins Stück zu schleichen. Die Teilnehmer der Übung „Tanz“ aus den Ersten Klassen zeigten einen Schneeflockentanz, die Zweiten Klassen brachten sich mit einem Zwergenmedley zu „Gangnam-Style“, „Single Ladies“ und „Yeah“ ein.

Die Kulissen entstanden im Kunst- und Werkunterricht der Ersten Klassen unter der Leitung von Herbert Wurm und Birgit Wurch.

Gerade die Modernisierungen, wie der Zwerg mit Tablet oder der Heiratsantrag des Prinzen, und das Spiel mit dem Bekannten, sowohl beim Märchen als auch bei der Musik, haben wesentlich dazu beigetragen, dass Zuschauer jeder Altersklasse Spaß am Stück hatten.