Sonja Erl und Steffi Thum in Neuseeland am 09.11.2011
 

Kia Ora – „Guten Tag“ aus Neuseeland

Bericht von Sonja Erl und Steffi Thum

Nach unserer Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin haben wir uns auf den weiten, abenteuerlichen Weg nach Neuseeland gemacht. Wir arbeiten dort sechs Monate als Au-pair in Auckland, der größten Stadt mit 1,3 Millionen Einwohnern. Unsere Familien haben wir durch die Homepage www.aupair-world.net gefunden. Dort müssen sich beide Parteien registrieren und ein Profil erstellen. Nach und nach wird Kontakt zueinander aufgebaut. Erst durch Email und später über Skype. So haben wir schnell festgestellt, dass wir uns vorstellen können, bei den Familien zu leben. Die Vermittlung über die Homepage ist für das Au-pair kostenlos, die Familien müssen ca. 30 € zahlen. (Wir haben Au-pairs getroffen, die über eine Organisation eine Familie gefunden haben. Sie sind der Meinung, sie haben 600-800 € zu viel ausgegeben.)

Wir arbeiten ca. 5-8 Std. am Tag und bekommen ein Taschengeld von umgerechnet ca. 100 € in der Woche. Als Teil der Familie ist Kost und Logis frei. An den Familienaktivitäten können wir teilnehmen, was aber nicht verpflichtend ist. Die Familien haben ein Verständnis dafür, dass wir hier sind, um die Umgebung zu erkunden und das Land zu bereisen. Dafür bekommen wir auch je nach Absprache Urlaub.

Mein Name ist Sonja Erl und ich lebe in einer vierköpfigen Familie. Die Mädchen, die ich betreue, sind zwei und vier Jahre alt. Werktags starte ich den Tag um 8 Uhr. Zu meinen Aufgaben gehört es die Kinder morgens anzuziehen und dafür zu sorgen, dass sie sauber und ordentlich sind. Ich gebe ihnen die Mahlzeiten und bringe die Jüngere für einen Mittagsschlaf zu Bett. Die Ältere geht dreimal die Woche nachmittags in den Kindergarten. Zusammen mit den Kindern spiele, koche und backe ich, wir machen Spaziergängen oder gehen an den Strand. Einmal die Woche gibt es ein Kaffeetreff der Nachbarinnen. Dort treffen sich die Mütter mit ihren Kindern, dies ist immer eine gute Gelegenheit, um mein Englisch zu vertiefen. Bei der Familie habe ich ein eigenes Zimmer und Bad zur Verfügung. Es gibt auch eine kleine Küche mit Wohnzimmer, die ich benutzen kann.

Ich bin Steffi Thum und verbringe meine Au-pair-Zeit in einer Familie mit 2 Kindern und 2 Elternteilen. Die Jungs sind 5 und 9 Jahre alt. Ich beginne den Tag um 7 Uhr, damit die Eltern arbeiten gehen können und ich die Kinder am Morgen begleite und sie für die Schule vorbereite. Dies bedeutet, dass wir frühstücken, die Kinder die Zähne putzen und sich anziehen. Außerdem haben die Kinder die Aufgabe, ihre Betten zu machen und ihre Schultasche noch einmal zu kontrollieren. Ich bereite für die beiden die Lunchbox für die „Primary-School“ (von 9-15 Uhr). Da es eine private Schule ist, haben sie keine Schuluniform zu tragen. Zu meinen Aufgaben gehört, dass ich die Kinder zur Schule fahre und sie pünktlich wieder abhole. Wenn die Kinder ihre wöchentlichen Termine, wie Schwimmtraining oder Nachhilfe, haben begleite ich sie dahin. Ich bin gebeten, täglich 1 Stunde den Haushalt zu machen, was z.B. Wäschewaschen oder Aufräumen beinhaltet. Mir steht die Zeit zwischen 9 und 15 Uhr zur freien Verfügung, wobei ich diese oft nutz,e um die Stadt zu erkunden, an den Strand zu gehen, Sport zu machen oder um die freie Zeit einfach zu genießen. Nach der Schule mache ich mit den Jungen einen „Afternoon-Tea“, d.h. wir essen und trinken eine Kleinigkeit. Anschließend machen wir Hausaufgaben, welches bei dem 5-Jährigen tägliches Lesen bedeutet und bei dem 9-Jährigen einmal die Woche einige Matheaufgaben sind. Anschließend verbringen wir den Nachmittag oft am Strand, beim Fußballspielen, Spielespielen, Malen oder Fahrradfahren.

An unseren Feierabenden treffen wir uns oft und erkunden zusammen Auckland und tauschen uns aus. Wenn Ferien sind, können wir zusammen reisen. Nachdem wir unseren ersten Monat in Auckland verbracht haben, sind wir nun 9 Tage durch Neuseeland gereist. Auckland selbst ist die größte Stadt im Land, macht aber den Eindruck einer Kleinstadt. Nur im Stadtzentrum kann man Hochhäuser finden. Die Menschen hier leben in Einfamilienhäusern, welche nicht den deutschen Standards gleichen (d.h. ohne Keller, weniger Isolierung und Dämmung). Es gibt viele Reservate und Parks hier, meist mit dem „Nativbush“ (dem neuseeländischen Regenwald). Somit sind wir von viel Grün umgeben und das Meer ist von jedem Ort in höchstens 15 min. erreichbar.

Die anderen Städte, die wir besucht haben, sind viel kleiner und wirken alle ähnlich. Einige Städte, die auf der Landkarte sehr groß erscheinen, bestehen nur aus wenigen Häusern und sehr kleinen Einkaufsläden. Die Landschaft besteht aus sattgrünen Wiesen, Bush und grünen Hügeln. Es gibt ganze Landstriche, in denen kein Haus zu sehen ist. Im Landesinneren gibt es viele Farmen, da die Hauptwirtschaftsquelle die Milch ist. Es wird hier kaum Ackerbau (meistens Mais) betrieben, da die Kühe ganzjährig auf der Weide sind. Zum Land selbst ist zu sagen, dass es einfach atemberaubend ist und es sich lohnt, auf Abenteuerreise hierher zu kommen. Praktisch ist es, mit dem Auto unterwegs zu sein, da die Entfernungen schnell zu erreichen und man unabhängig ist. Es stehen aber auch viele Busunternehmen zu Verfügung, welche Touren durch das Land, gerade für junge Leute, anbieten.

Das Bildungssystem ist komplett anders aufgebaut als in Deutschland. Es gibt so genannte „Childcares“, die mit deutschen Kindertagesstätten vergleichbar sind. Viele Eltern bleiben die ersten zwei Jahre zu Hause. Die Unter-2-Jährigen können in eine „Creach“ gehen, eine Art Krippe, wo die Stunden bzw. Tage gebucht werden müssen (meist nur einmal die Woche und in Notfällen). Ab 3 Jahren können die Kinder in den Kindergarten gehen – 3 Tage in der Woche und nur nachmittags. Mit 4 Jahren kommen sie in den Vormittagskindergarten (im gleichen Gebäude und mit denselben Erzieherinnen), wo sie 5 Tage die Woche sind. Der Vormittagskindergarten ist strukturierter als der Nachmittagskindergarten. Die Erzieherinnen haben daher vormittags und nachmittags verschiedene Kinder und an zwei Tagen die Woche Bürozeit. Die Gruppen bestehen oft aus bis zu 40 Kindern mit 3 Erzieherinnen, es gibt zusätzlich „parent help“, d.h. die Eltern sollen regelmäßig im Kindergarten helfen.

Insgesamt haben wir bemerkt, dass die Erzieherinnen hier mit dem Portfolio dokumentieren. Aktivitäten wie bei uns gibt es hier nach unseren Einschätzungen weniger, aber dafür ist es hier egal, wie schmutzig und farbig die Kinder nach Hause kommen. Die Kinder sind hier mit vollem Körpereinsatz dabei und haben eine lockere Lernatmosphäre und viel Spaß. Was auffällt ist, dass die Kinder sich hier sehr viel mehr verkleiden als in Deutschland (und auch bei 15°C barfuß durch die Stadt laufen).

Ab dem 5. Geburtstag wird das Kind eingeschult, auch wenn dies mitten im Schuljahr sein sollte. Dort besucht es ab dann die Primary-School, welche entweder privat oder öffentlich ist. Von nun an wird mit Lesen, Schreiben und Rechnen im spielerischen Sinn angefangen. Den Kindern wird aber noch genügend Raum und Zeit gegeben, um sich dem Alter entsprechend kindlich zu verhalten. Auffallend ist hier, dass die Kinder nicht lernen, einzelne Buchstaben zu lesen, sondern lernen, sich ganze Worte einzuprägen, da einige Buchstaben und Laute gar nicht oder anders als geschrieben gesprochen werden. Bis zur 4. Klasse wird die Primary-Schule besucht. Der Unterricht beinhaltet hier auch die Fächer Mathematik, Grammatik, Kunst, Sport, Geschichte … Wählfächer wie Schwimmen, Tennis oder Theater stehen allen zur Verfügung. Die Klassengröße umfasst ungefähr 20-25 Kinder und wird von einem/einer Lehrer/in geleitet. Da die Kinder fast keine Hausaufgaben haben und auch keine Tests mit nach Hause bringen, haben Eltern oder Au-pairs sehr wenig Einblick über den Entwicklungsstand und die Leistungen des Kindes. Es können jedoch persönliche Elterngespräche geführt oder einmal monatlich die Klasse nach dem Unterricht besucht werden, was hauptsächlich zum Betrachten der Kunstaktivitäten genutzt wird.

Unsere weitere Planung besteht daraus, dass wir die geplanten 6 Monate Au-pair hier in unseren Familien verbringen werden. In dieser Zeit möchten wir noch vor allem die interessante Südinsel in den Sommerferien (Dezember bis Februar) erkunden und an unseren Wochenenden die Nordinsel besichtigen. Anschließend an das Au-pair reisen wir nach Australien und werden dort einige Monate mit Reisen oder auch evtl. Arbeiten verbringen.

Nach unserem Abenteuer hier in Neuseeland möchten wir in Deutschland als Erzieherin arbeiten oder ein Studium beginnen.

Abschließend möchten wir sagen, dass es für uns eine einmalige Chance darstellt, nach der Ausbildung ein anderes Land so intensiv und lang zu bereisen und doch bei der Arbeit mit Kindern zu bleiben. Außerdem ermöglicht die Au-pair-Zeit auch, dass man einen tiefen Einblick in den Alltag einer neuseeländischen Familie bekommt, die Kultur wirklich miterlebt und die Möglichkeit bekommt, die Sprache zu erweitern und zu festigen. Wir sind stolz auf unsere Entscheidung, sind froh, dass wir diesen „großen Schritt“ zusammen gewagt haben, und würden es jedem, der offen, abenteuerlustig, neugierig und selbstbewusst ist, weiter empfehlen. Und für alle, die sich unsicher sind mit der Sprache, gibt es auch viele deutschstämmige Familien, die deutsche Au-pairs suchen, damit ihre Kinder besser Deutsch lernen. Auch beim Reisen gibt es sehr viele Deutsche. Also keine Angst – Neuseeland ist für jeden etwas!

Viele liebe Grüße an unsere Heimat Deutschland und an die FakS

Sonja Erl und Steffi Thum

 

 

 

Elisabeth Leberle in Ghana am 18.01.2011

 

 

 

 

Elisabeth Leberle wohnt in Benzenzimmern und hat die vergangenen drei Monate unter der Sonne Afrikas verbracht.

 

Elisabeth Leberle absolvierte im August 2010 an der Fachakademie für Sozialpädagogik Maria Stern Nördlingen ihre Erzieherinnenausbildung. Zusammen mit 22 anderen jungen Menschen lebte sie in einem Vorort in Accra, der Hauptstadt von Ghana. Dort arbeitete sie freiwillig in einem Kindergarten. Und was die Rieserin dort unter anderem erlebt hat, schildert sie in nachfolgendem Bericht:

Die Menschen in Ghana sind sehr offen und gastfreundlich. Auf der Straße gilt man als Weißer als eine Art Attraktion, man wird von den Einheimischen, vor allem von den Kindern, berührt und sie rufen „Obruni“, das bedeutet „Weißer“. Sie sind sehr hilfsbereit und gaben mir das Gefühl, in ihrem Land willkommen zu sein. Mit anderen Worten: Die Ghanaer machen es einem einfach „zurückzulachen“.
Die Stadt Accra ist groß und staubig. Es stinkt nach Abgasen und Müll. Außerdem ist es sehr laut, überall hört man Musik, Prediger oder die Menschen in ihrer Landessprache „Twi“ lautstark reden. Die Straßen in Ghana sind eher rar und so waren die Fahrten mit Trotro (Kleinbus) und Taxi sehr wackelig und von Schlaglöchern geprägt.

Der Grund, warum ich nach Ghana gegangen bin, sind die Kinder. Mit verschiedenen Projektpartnern bin ich von Montag bis Freitag Richtung Kasoa in die „school of wisdom“ gefahren – natürlich mit dem Trotro. Dort habe ich in einer Art Kindergarten gearbeitet, was aber keinesfalls mit den Einrichtungen hier in Deutschland vergleichbar ist. In einem Raum waren über 70 Kinder im Alter zwischen einem und fünf Jahren. Zu spielen gab es nichts. Also musste ich kreativ werden, was sich leichter anhört als es war, denn die Mehrzahl der Kinder spricht und versteht kaum Englisch, sodass eine Konversation fast unmöglich war. Alles, was die Kinder lernen, lernen sie auswendig. So können sie von klein auf das Alphabet und die Zahlen perfekt – aber nur (perfekt) auswendig. Auch Rechenaufgaben werden auf Knopfdruck auswendig gelernt und aufgesagt. Wenn das Ergebnis falsch ist oder die Kinder nicht mitmachen, gibt es auch mal Schläge mit dem Stock. Dagegen tun konnte ich nicht viel, denn „es gehört zur Kultur Afrikas“. So habe ich oft die Kinder getröstet und liebevoll in den Arm genommen, was ihnen sichtlich gut getan hat, habe mit ihnen gesungen, mit Luftballons gespielt und gemalt und war einfach für sie da. In der Schule war ich sehr willkommen. Wenn ich den Raum betrat oder verließ, wurde ich von vielen Kinderstimmen herzlich begrüßt oder verabschiedet. Nach sieben Wochen ist die Gruppe in einem Rohbau umgezogen, in dem ich die Wände mit Buchstaben, Zahlen sowie Hand- und Fußabdrücken verziert habe. Als Abschiedsgeschenk kaufte ich eine Kiste mit Spielsachen, worüber sie sehr glücklich waren.

Wenn ich die Kinder hier in Deutschland sehe, die mit „Spielsachen“ wie iPod, X-Box, Nintendo und so weiter überhäuft werden, war es für mich überwältigend, dass die Kinder in Ghana mit einem Luftballon, einem Stift oder einem gewöhnlichen Faden zufrieden sind.

Jetzt bin ich schon einige Wochen zurück und bin noch immer dabei, mich wieder einzugewöhnen – in ein Land mit Stress und Hektik, wo ich doch jetzt das zeitlose und lockere Leben der Ghanaer kennen gelernt habe. Ich vermisse die Sonne, die Gelassenheit der Menschen, vor allem aber die Kinder.

 

 

 

 

Reisebericht über South Africa

Zuerst einmal möchte ich mich kurz vorstellen.

Mein Name ist Janet Di Stefano und ich habe im Jahr 2009 die Prüfungen an der FAKS Maria Stern als externe Teilnehmerin absolviert. Im Anschluss an das Berufspraktikum erfüllte ich mir meinen Traum und reiste ein halbes Jahr nach Afrika. Meine Reise brachte mich in das 10 000 km entfernte Südafrika, zuerst nach Kapstadt. Geplant war ursprünglich, mindestens 4 Monate in verschiedenen Kindergärten rund um Kapstadt zu arbeiten, und die restlichen 2 Monate das Land intensiver anzusehen. Kaum bin ich gelandet kam alles anders als geplant ... Der Herr, mit dem ich Kontakt aufgenommen hatte, war nicht vor Ort, da er selbst berufstätig und immer viel auf Reisen ist. Es dauerte ein paar Wochen, bis klar wurd,e wo und wann ich im Kindergarten arbeiten kann. In der Zwischenzeit habe ich in einem Guesthouse mitgearbeitet, um mir so Unterkunft und eine tägliche Mahlzeit zu verdienen.

Im Februar war es dann doch soweit, und ich konnte Einblick in einen Kindergarten in Mosselbay an der Garden Route bekommen. Der Kindergarten wird von Kolping unterstützt und liegt in einem Township. Die Kindergärten in Südafrika werden in Klassen eingeteilt und die Kids ihrem Alter entsprechend den Klassen zugewiesen, z.B. 0-1 Jahr -> 1.Klasse, 1-2 Jahre -> 2.Klasse ... bis zur 6.Klasse, anschließend gehen sie zur Schule. In jeder Klasse sind ca. 28-30 Kinder. Sie werden von einer Lehrkraft betreut. Die Lehrer sind teils ausgebildete Erzieher oder befinden sich noch in der Ausbildung. Jeder kann sich vermutlich vorstellen, dass es sehr schwierig ist, bei 30 Kids und einem Lehrer/Erzieher individuell auf die Kinder einzugehen. Der Tagesablauf im Kindergarten ist genau geplant und wird strikt eingehalten.

Hier ein Tagesablauf aus der Zeit, in der ich mitgearbeitet habe:

08.00 Uhr Eintreffen der Kinder und Sammeln im Gemeinschaftsraum auf dem Teppich. Während des Eintreffens werden kirchliche Lieder gesungen und eine Geschichte aus der Bibel vorgelesen.
08.30 Uhr Die Kinder gehen in ihre Klassen, anschließend findet die 1. Brotzeit statt, die von der Kindergartenküche zubereitet wird (abwechselnd entweder Haferschleim oder Pab).
09.00 Uhr Toilettentraining.
09.10 Uhr Bearbeitung des Wochenthemas, z.B. „Mein Körper“. Einzelne Körperteile werden besprochen und anhand einer Puppe erklärt. Die Kinder dürfen die entsprechenden Schildchen an ein Körperposter kleben.
09.30 Uhr Die Kinder werden verschiedenen Tischen zugewiesen, an denen sie unterschiedliche Aufgaben durchführen, z.B. Perlen auffädeln, puzzeln, oder malen.
10.00 Uhr Zweite Brotzeit: die Kinder essen die Brotzeit, die sie von zu Hause mitbringen (meist weißes ungetoastetes Brot mit Marmelade oder Erdnussbutter, oder Süßigkeiten, selten Obst oder Gemüse)
10.20 Uhr Toilettentraining.
10.30 Uhr Freispielzeit im Garten.
11.00 Uhr Kurze Trinkpause.
11.15 Uhr Lerneinheit.
12.00 Uhr Mittagessen aus der Kindergartenküche (meist Eintopf), anschließend Mittagsschlaf, danach Abholung.

Die Kinder werden morgens teils von ihren Eltern, teils von Nachbarn, die ein Auto besitzen, in den Kindergarten gebracht. Oftmals steigen bis zu 10 Kinder aus einem Auto aus. Die Kinder wissen genau, was am Morgen zu tun ist. Jeder bringt seine Brotzeittasche zu seinem Haken vor dem Klassenzimmer und kommt dann zum gemeinsamen Treffen auf den Teppich zurück. Die Gruppenräume sind ähnlich wie in einem deutschen Kindergarten aufgebaut. Es gibt verschiedene Ecken wie Leseecke, Musikecke, Freispielecke, Puppenecke usw. Allerdings ist von allem nur das Notwendigste vorhanden, und durch den eng geplanten Tagesablauf ist es den Kindern fast nicht möglich, diese Ecken zu nutzen. Die Kinder gehen primär in den Kindergarten, damit die Eltern arbeiten gehen können, sie wissen, dass ihre Kinder in guten Händen sind. Dass die Kinder dabei noch die verschiedensten Dinge lernen, ist eher nebensächlich. Ich war jedoch sehr beeindruckt, wie engagiert die Lehrkräfte arbeiten. Oftmals müssten Kinder in einen speziellen Kindergarten oder bräuchten spezielle Unterstützung in ihrer Entwicklung, doch dafür gibt es im Umfeld keine geeigneten Einrichtungen. Deshalb werden auch diese Kinder in einem Regelkindergarten „beschult“ und „mitgezogen“.

Ich habe sehr viele positive Eindrücke aus diesen 2 Wochen Mosselbay mitgenommen. Und die Kinder sind mir in dieser kurzen Zeit sehr ans Herz gewachsen. Nachdem ich vor Mosselbay bereits in Namibia war, ging es nach diesen 2 Wochen im Kindergarten weiter die Küste entlang nach Lesotho, Swaziland, Mozambique und schließlich zurück nach Johannesburg und von dort aus leider schon wieder zurück nach Deutschland.

Südafrika ist ein unglaublich tolles Land, landschaftlich sehr vielfältig und die Leute sind sehr, sehr gastfreundlich. Ich konnte in diesen 6 Monaten ausschließlich gute Erfahrungen machen!!! Und ich habe in dieser Zeit Land und Leute sehr lieben gelernt!

Ich kann nur jedem zu einem Auslandsaufenthalt raten, denn diese Erfahrungen sind einmalig. Vielleicht hat der ein oder andere Lust auf Südafrika bekommen, ich würde dieses Land auf jeden Fall jedem weiter empfehlen!

 

 

 

 

Nach der Ausbildung sammeln Erzieher/innen internatinale Erfahrungen im Ausland

Meine Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin absolvierte ich an der Fachakademie für Sozialpädagogik Maria Stern in Nördlingen.
Da es von mir schon immer ein Traum war, ein Auslandspraktikum in einem Dritten Welt Land abzuleisten, ergriff ich die Initiative und informierte mich vor Ende meiner Ausbildung über ein geeignetes Projekt. Durch Internetrecherchen kam ich auf die Internetseite von Praktikawelten, eine Organisation, die ihren Sitz in München hat. Bei der großen Auswahl an Projekten bei Praktikawelten entschied ich mich für ein Projekt im Bereich Sozialwesen in Ghana.
Während meines dreimonatigen Aufenthaltes war ich in einer Kindertagestätte mit dem Namen „New Dimension School“, die direkt in Accra (Hauptstadt von Ghana) ist, tätig. Die Kindertagestätte besteht aus drei Gruppen, für Kinder zwischen einem und sechs Jahren. Ich war in der Gruppe mit den Kleinsten tätig (1-2 jährige).
Anfangs war die Arbeit für mich sehr schwierig, da in Ghana sehr extreme Erziehungsmaßnahmen angewandt werden. Besonders schockierend fand ich beispielsweise die „Stockmethode“. Jede Erzieherin dort bewegt sich den ganzen Tag nur mit einem Stock, den sie den Kindern häufig spüren lässt.
Mein Tagesablauf gestaltete sich wie folgt. Morgens wurden die Kinder von ihren Eltern in die Kindertagestätte gebracht. Ab halb 9 fand mit allen Kids das Assembly statt, bei dem die Kinder gemeinsam gesungen, gebetet und getanzt haben.
Danach, ca. um 9.00 Uhr, ging jedes Kind in seine Gruppe, wo dann unterrichtet wurde. Der Unterricht in meiner Gruppe bestand darin, dass die Kids das Alphabet, Zahlen von 1 – 10, geometrische Formen etc. lernen mussten. Ich fand dies sehr extrem für 1 bis 2–jährige Kinder. Es wurde auch nicht spielerisch, sondern nur durch auswendig lernen gelehrt.
Der Unterricht fand auf Englisch statt, da dies die Landessprache in Ghana ist. Es gibt zwar viele Stammessprachen, die aber nicht in der Kindertagestätte, in der ich gearbeitet habe, gesprochen werden. Während die Kids unterrichtet wurden, war ich für sie da und unterstützte die Kinder, die häufig meine Nähe, Wärme und Geborgenheit suchten, da die emotionale Ebene häufig bzw. meisten viel zu kurz kommt.
Von 10.30 bis 11.00 Uhr fand die Frühstückspause statt. Dort half ich den Kids beim Auspacken und Herrichten der Mahlzeiten und unterstütze sie beim Essen.
In der Zeit nach der Frühstückspause (11.00 – 12.30 Uhr) nutzte ich die Zeit, mit den Kindern verschiedene Aktivitäten durchzuführen. Beispielsweise das Gestalten von Steckbriefen mit Handabdrücken, Falten von Drachen, Seifenblasen erstellen, Spielen mit einem Luftballon, etc. Ich bemerkte häufig, wie begeistert die Kids bei den Aktivitäten waren, da sie beispielsweise noch nie Seifenblasen gesehen hatten. Es war für mich sehr beeindruckend, die strahlenden Kinderaugen zu sehen. Das sind für mich unbeschreiblich schöne Momente gewesen, an die ich bestimmt noch sehr lange denken werde.
Um 12.30 Uhr gab es für alle Kinder Mittagessen, welches in der Einrichtung zubereitet wurde. Ich unterstützte die Mitarbeiter bei der Ausgabe des Mittagessens und half den Kindern beim Essen. Nach dem Essen mussten sich die Kinder auf kleine Teppiche auf den Fußboden legen und schlafen.
Ich finde, dass mein dreimonatiger Aufenthalt in Ghana eine besondere und sehr intensive Zeit war, die mich beruflich und auch privat sehr geprägt hat. Deshalb würde ich jedem einen solchen Auslandsaufenthalt empfehlen, da ich nun viele Dinge, Momente und Situationen mit anderen Augen betrachte. Auch wenn ich in den drei Monaten nichts verdient habe und für alles, sprich Unterkunft, Flug, Visum, Verpflegung … selbst aufkommen musste, hat es sich meiner Meinung nach sehr gelohnt, denn meine Erfahrungen und Eindrücke kann mir keiner mehr nehmen und sind mit keinem Geld der Welt zu bezahlen.

Eva Bauer

 
Christine Würth berichtet aus Indien

Bangalore - Indien
Kurzzeiteinsatz in einem Mädchenheim in Indien

Überraschung ist ein Wort, das sehr gut zu Indien passt. Schon allein, dass ich in Indien gelandet bin und nicht in Russland oder Rumänien, wie ich eigentlich vor hatte, war eine Überraschung. Und hier erlebt man ständig Überraschungen, denn man kann den Tag noch so gut planen – es kommt immer anders, als man denkt! Ich hoffe, euch einen guten Einblick in meine Erfahrungen und Tätigkeiten zu geben und vielleicht Lust auf eine überraschende Reise nach Indien zu wecken.
Vorbereitung:
Auf der Jugendmissionskonferenz in Stuttgart auf dem Killesberg informierte ich mich über Kurzzeiteinsätze im Ausland und sammelte Kontaktadressen. Zuhause nahm ich Kontakt mit einzelnen Organisationen auf und fragte nach Möglichkeiten, einige Monate in einem sozialen Projekt im Ausland mitzuarbeiten.
Organisation:
Wo ich nun gelandet bin, ist eher privat organisiert, was mir viel schriftlichen Vorbereitungskram ersparte, jedoch musste ich mich um Flug und Visum und sonstige Vorbereitung selbst kümmern. Kosten hatte ich dadurch sehr wenig, da ich nur den Flug und das Visum bezahlen musste. Zusätzlich habe ich noch eine Krankenversicherung abgeschlossen. Essen und Unterkunft bekomme ich hier frei und das Ehepaar, welches das Mädchenheim mit organisiert, kümmert sich, wie Eltern, um mich.
KGH-Kollegal Girls Home
Kollegal ist ein kleines Städtchen in der Mitte der indischen Südspitze im Staat Karnataka. Die Muttersprache der Einwohner dort heißt Kannada (mit eigenen Schriftzeichen, die aussehen wie eine Mischung aus kyrillisch und chinesisch), aber viele können sich auf Englisch verständigen. Ausländer in Kollegal zu treffen, ist sehr ungewöhnlich. Das Mädchenheim, in welchem ich arbeite, ist etwas außerhalb gelegen. Dazu gehört eine Schule, zu welcher sowohl die Kinder vom Heim als auch von ganz Kollegal kommen. Im KGH leben zur Zeit 59 Mädchen im Alter von fünf bis 18 Jahren, die aus sehr armen und oft kinderreichen Familien kommen. Ihnen wird die Möglichkeit einer guten Schulbildung geboten, damit sie außer Heiraten und Familie gründen auch noch andere Perspektiven haben. Außerdem werden sie in ihrer persönlichen Entwicklung und in der Entfaltung ihrer eigenen Stärken und Fähigkeiten gefördert. Die Mädels sind aufgeteilt in vier altersgemischte Gruppen, drei umfassen 16 Kindern und eine 11 Kindern. Jede Gruppe wird von zwei Hausmüttern beaufsichtigt. Alle Mitarbeiter des Heimes sind Christen, die Pädagogik richtet sich nach christlichen Maßstäben und es wird Wert darauf gelegt, den Mädchen die Grundlagen der Bibel zu vermitteln und ihnen zu helfen, diese in ihr Leben umzusetzen. Obwohl ein großer Teil der Kinder aus Hindu-Familien kommt, nehmen viele die Leitfäden der Bibel für ihr Leben an.
Meine Aufgaben:
Eine meiner Hauptaufgaben ist es, so etwas wie eine Hausmutter für die Gruppe der elf Mädels zu sein. Das heißt, ihnen zu helfen, sich morgens für die Schule fertig zu machen, mit Schuluniform und der speziellen indischen Haarstyle-Methode mit Kokosnussöl im Haar. Zusätzlich helfe ich beim Duschen und Entlausen, beim Kleider waschen, bei den Hausaufgaben und beim Lernen für die Schule, vor allem in Englisch und Mathematik. Ansonsten habe ich viele, ganz unterschiedliche Aufgaben, die ich mir oft selbst suchen muss, weil mir niemand etwas vorgibt. Aber es gibt immer etwas zu tun und langweilig war es mir noch nie! Zum Beispiel habe ich schon Betten gestrichen und Matten eingeflochten für Mädels, die davor auf dünnen Matten auf dem Boden schlafen mussten. Ich war für die Weihnachtsdekoration mitverantwortlich, bringe zur Zeit einigen Mädchen Gitarre oder Flöte bei und singe, spiele, tanze oder bastle mit ihnen. Oft bin ich auch Ansprechpartnerin für Kinder oder Mitarbeiter bei Problemen und Partner für gemeinsame Gebete. Natürlich ist nicht alles einfach. Die größten Schwierigkeiten habe ich mit der sprachlichen Verständigung, denn nur die älteren Mädchen können etwas Englisch. Effektive pädagogische Methoden anzuwenden klappt oft nicht, da dabei die Sprache eine große Rolle spielt. Es ist auch schwer, jedem Kind soviel Aufmerksamkeit zu schenken, wie es sich das wünscht und wenn mir das nicht gelingt, kommt es vor, dass dieses Kind zwei Wochen lang nicht mit mir redet. Der Umgang mit den Mädels erfordert viel Geduld und Feingefühl.
Land und Leute:
Zwischen aller Arbeit habe ich immer mal wieder etwas Urlaub und Zeit, um ein bisschen herumzureisen und mehr von Indien zu sehen als das kleine Kollegal. Die Landschaft ist echt atemberaubend schön und die vielen Palmen faszinieren mich!
Die Menschen sind super nett, höflich und hilfsbereit. Im Mädchenheim wurde ich aufgenommen wie ein Familienmitglied und fühlte mich gleich willkommen und zuhause. Auch die Leute auf der Straße sind sehr freundlich, offen und immer bereit zu helfen, außer sie wollen etwas verkaufen, dann sind sie eher aufdringlich. Am Meisten beeindruckt mich die Einfachheit, in der diese Menschen leben und trotzdem zufrieden sind. Das Wenige, was sie haben, teilen sie gerne mit Gästen und es macht ihnen Freude, anderen etwas abzugeben. Das Essen ist, wie man es sich vorstellt: Fast immer Reis und immer scharf, auch das Frühstück! Aber man gewöhnt sich daran und ich finds sehr lecker.
Fazit:
Ein Kurzzeiteinsatz im Ausland ermöglicht es, ganz neue Erfahrungen zu sammeln, einen Einblick in eine ganz andere Kultur und Lebensweise zu bekommen, Schwierigkeiten zu meistern, die eigene Persönlichkeit zu entwickeln und viel über sich selbst zu lernen. Ich machte die Erfahrung, dass Gottes Planung immer besser ist als meine und vor allem als die indische!
Indien ist ein faszinierendes Land und auf jeden Fall eine Reise wert!

Christine Würth

 
Praktikum in Chile

Wir, Melanie Berger, Monja Hämmerle und Melanie Kern, beendeten unsere Ausbildung zur „Staatlich anerkannten Erzieherin“ im August 2007 an der Fachakademie für Sozialpädagogik Maria Stern Nördlingen. Zu DRITT wagten wir den großen Schritt nach Chile.

Das Projekt Sternenkinder e.V. wird von einem Verein in Birkhausen (bei Nördlingen) geleitet. Projektträger vor Ort in Chile ist der Verein "Centro educacional Sternenkinder"
Wir waren ca. 9 Wochen in einer Schule für behinderte Kinder und Jugendliche tätig und ca. 2 Wochen haben wir das Land bereist.

Die Schule befindet sich in Südamerika – Chile - etwas außerhalb des Ortes Los Angeles. Es ist eine Schule für behinderte Kinder und Jugendliche und derzeit wird sie von ca. 110 Schülern besucht. Es sind insgesamt 16 Lehrer und "Hilfslehrer" für 8 Klassen tätig (Unterricht und Freizeitgestaltung). Es gibt verschiedene Förder- und Basisgruppen, aufgegliedert nach Altersstufen. In der Gärtnerei und Schreinerei werden Jugendliche an unterschiedliche Arbeiten herangeführt. Die Schule besitzt ihre eigenen Tiere (Emus, Lamas, Ponys...), es findet Reittherapie sowie eine Zootherapie statt. Die Schule bemüht sich um eine Integration der älteren Schüler ins Berufsleben, sie besuchen regelmäßig Betriebe in der umliegenden Gegend und arbeiten dort mit. Eine Sozialarbeiterin besucht die Familien der Kinder zu Hause und steht beratend / unterstützend zur Seite. Wir hatten Einblick in alle Klassen und Bereiche der Einrichtung. Es ergaben sich viele Beobachtungen und wir bereiteten mit den Lehrkräften den Unterricht vor. Zudem nahmen wir an vielen Festen und Feiern teil. Finanziell hatten wir die Kosten für Flug, Miete und Verpflegung selber zu tragen. Die Verpflegung in der Einrichtung war gratis.

Einblicke in eine andere Welt zu bekommen, Erfahrungen zu sammeln, andere Kulturen und differenzierte pädagogische Arbeitsweisen kennen zu lernen waren unsere Zielsetzung. Nach der langen, 5-jährigen Ausbildung, sahen wir den besten Zeitpunkt das Experiment in Chile zu wagen.

 
Katja Friedly berichtet aus Irland

Au pair in Irland
Seit Mitte August bin ich als Au-Pair in Irland im County Wicklow. Meine Familie hat drei Kinder, 2, 5 und 7 Jahre. Sie leben in einem ländlichen Teil von Irland.
Wie wurde ich Au-Pair?
Ich habe mich dafür entschieden mit einer Agentur eine Familie zu finden. Die Agentur selbst fand ich über das Buch "Als Au-Pair ins Ausland" von Susanne Caudera-Preil. Dort habe ich meine Bewerbungsunterlagen vorgelegt, den Bewerbungsbogen aus dem Internet, eine Charakterreferenz, eine Kinderbetreuungsreferenz, ein Gesundheitsattest, mehrere Fotos und meine Zeugnisse. Danach hatte ich telefonischen Kontakt und es fand sich eine passende Familie. Nachdem ich deren Bewerbungsunterlagen gelesen hatte und sehr ansprechend fand, habe ich der Agentur meine Zustimmung mitgeteilt.
Meine Aufgaben als Au-Pair:
Hauptsächlich kümmere ich mich um die drei Kinder Sam (2), Zoe (5) und Lucy (7). Die Eltern sind beide berufstätig. Morgens helfe ich den Kindern sich für die Schule fertig zu machen. Dann verbringe ich meinen Vormittag mit Sam, da die Mädchen in der Schule sind. Ich spiele, male, lese Bücher mit ihm und gehe spazieren. Die Vormittage kann ich frei gestalten. Einmal wöchentlich besuche ich eine Krabbel-Gruppe mit ihm. Zur Mittagszeit bereite ich ein kleines Mittagessen, wie beispielsweise Nudeln mit Soße zu. Dann treffen nacheinander die Mädchen von der Schule ein. Zweimal wöchentlich hole ich auch Zoe von der Schule ab. Nachmittags helfe ich den Kindern bei den Hausaufgaben. Danach haben wir etwas Zeit, um miteinander zu spielen. Die Mädchen nehmen nachmittags diverse Aktivitäten, wie Ballett, Sport und Kunst usw. wahr, zu denen ich sie manchmal fahre. Desweiteren wasche ich die Wäsche der Kinder. Als Gegenleistung wohne ich bei der Familie in einem eigenen Zimmer und erhalte wöchentlich 100 Euro Taschengeld.

Meine Erfahrungen:
In meiner Familie gefällt es mir richtig gut. Die Eltern waren von Anfang an sehr nett zu mir und haben mich mit offenen Armen aufgenommen. Ich fühle mich als Teil der Familie. Auch mit den Kindern verstehe ich mich sehr gut. Selbstverständlich gibt es auch ab und zu Meinungsverschiedenheiten und kleine Konflikte, die sich jedoch schnell lösen lassen. Als Au-Pair bekommt man einen Einblick in die Kultur des Aufnahmelandes. Zweimal wöchentlich besuche ich einen Englisch-Kurs, den ich für sehr wichtig erachte. Dort kann ich nicht nur mein Englisch verbessern, sondern lerne auch andere Au-Pair`s kennen.

Zum Thema Heimweh:
Die ersten zwei Wochen waren die Schlimmsten, bis ich mich etwas eingelebt hatte. Aber jetzt vergeht die Zeit so rasend schnell, da bleibt nur selten Zeit für ein bisschen Heimweh.
Ich kann es sehr empfehlen ins Ausland zu gehen - ich habe meine Entscheidung keine Sekunde bereut.