Marco Sonnleitner - Kinderkrimi-Autor zu Gast an der Fachakademie

Marco Sonnleitner, Kinderkrimi-Autor, kam auf Einladung der Buchhandlung Lehmann, an die Fachakademie für Sozialpädagogik Maria Stern Nördlingen.
Abweichend von der üblichen Autorenlesung wählte der Schriftsteller und Gymnasiallehrer die Form des Dialogs mit den Studierenden. Er gab spannende Einblicke in den Entstehungsprozess eines literarischen Werkes, in dem er Fragen etwa nach der täglichen Arbeitszeit, den Inspirationsquellen oder die Vertragsverhandlungen mit den Verlagen beantwortete. Es erstaunte die Zuhörer, dass in Deutschland jährlich sechs Millionen Manuskripte eingesandt werden, was nach Sonnleitner unabdingbar mache, kurze Leseproben einzureichen, wenn jemand mit dem Gedanken spielt, ein Werk zu veröffentlichen.
Herr Sonnleitner stellte nicht nur die Kinderbuchreihe „Die drei ???“ vor, sondern gab auch einen Einblick in sein neues Werk, mit dem Titel „Blutzeugen“, ein Krimi für Erwachsene.

Was ist ein gutes Jugendbuch?

Dieser Frage ging der Jugendbuchautor Jochen Till vergangene Woche auf einer Lesung in der Fachakademie für Sozialpädagogik Maria Stern nach. Freilich nicht durch theoretische Ausführungen, sondern durch Auszüge aus seinen inzwischen zahlreichen Jugendbüchern. Diese erfreuen sich neben der Behandlung von für Jugendliche wichtigen Themen wie Freundschaft, Liebe, Konflikte mit den Eltern vor allem deshalb großer Beliebtheit, weil sie authentisch sind und die Realität nicht beschönigen. So beschreibt er z.B. in seinem Roman „Absch(l)ussfahrt“ die Abschlussfahrt einer zehnten Klasse, die in einem hemmungslosen Besäufnis endet. Auf die aus dem Publikum gestellte Frage, was er mit solch einem Buch, das ja auf den ersten Blick keinen pädagogischen Wert besitzt, bezwecke, antwortet er, er wolle nur die Realität darstellen. Gerade das scheint aber das Geheimnis seines Erfolgs bei den sonst eher lesemüden Jugendlichen zu sein: es werden nicht mit erhobenem Zeigefinger die Moral, weniger die positive Botschaft aufgezeigt, sondern schonungslos die Welt der heute Heranwachsenden mit all ihren Problemen. Hinzukommt, dass Till durchweg den Ton, die Sprache der Jugendlichen trifft. Trotzdem sind seine Bücher keine düsteren Machwerke, denn sie bestechen durch Humor, Situationskomik und haben doch häufig einen versöhnlichen Ausgang. Um auch ausgeprägten Lesemuffeln den „Wiedereinstieg“ zu erleichtern, schreibt Till in der Reihe „short and easy“ im Ravensburger Verlag kurze Geschichten – unter 100 Seiten – wie er auf Nachfrage mitteilt, die besonders bei männlichen Jugendlichen gut ankommen. Mehrfacher Zwischenapplaus und eine lebhafte Diskussion, die deutlich über die angesetzten zwei Stunden der Lesung hinausging, gaben Till auch diesmal recht: er trifft den Ton der Jugendlichen und jungen Erwachsenen!

Lyrik an der Fachakademei mit Herrn Anton Leitner

Am 17. Juli 2009 fand in der Fachakademie für Sozialpädagogik Maria Stern eine Autorenlesung mit Herrn Anton Leitner statt.

Diesmal stand das Gedicht im Mittelpunkt. Herrn Leitner, Herausgeber einer der wichtigsten Zeitschriften für Lyrik: "Das Gedicht", sowie zahlreicher Anthologien, konnte die Studierenden begeistern.

Nähere Informationen dazu finden Sie unter der Rubrik "Presseartikel - Pressecho".

Am Beispiel der Luise Löwenfels, Absolventin der Fachakademie, wurde den Studierenden deutlich, welche Schikanen ein junger Mensch im Dritten Reich erdulden musste.
Luise Löwenfels konvertierte zum katholischen Glauben, wurde 1935 getauft und trat ins Kloster ein. Mit einem Sammeltransport von ca. 1000 Juden wurde Luise Löwenfels in das Konzentrationslager Aussschwitz gebracht. Am 09. August 2942 fand sie in den Gaskammern den Tod.

Irma Krauß stellt ihren bewegenden Jugendroman „Das Wolkenzimmer“ zum Thema Judenverfolgung, Überleben im Versteck - und über den unschätzbaren Wert des Lebens vor. Brennenden Liebeskummer im Herzen stürzt Veronika einen Turm hinauf, um in den Tod zu springen. Doch stattdessen findet sie auf dem Turm das Leben - und einen Menschen und seine Geschichte. Im "Wolkenzimmer" stört Veronika den alten Türmer und sein Geheimnis auf. Stück für Stück erfährt sie von dem jüdischen Jungen in der NS-Zeit, der er einmal war, und von seinem verzweifelten Versuch, im Versteck zu überleben...

Irma Krauß ist ein beeindruckender Brückenschlag gelungen: Hier das Mädchen von heute, das sein Leben wegwerfen will - dort der Junge von damals, der sein Leben gerade noch retten konnte. Und über allem blitzt es durch: Das Leben und wie unendlich kostbar es ist. Berührend, atmosphärisch dicht, meisterhaft geschrieben.

Die angehenden ErzieherInnen, etwa im Alter der „Veronika“ waren beeindruckt von Irma Krauß und ihrem Werk.
Die Kunst der literarischen Beschreibung psychologischer Vorgänge, die Irma Krauß exzellent beherrscht, lässt sich nicht auf eine Formel bringen. Sie setzt sich zusammen aus glasklarer Beobachtung, einem scharfen Realitätssinn und einer starken Einfühlung in das Empfinden von Jungen und Mädchen in der Pubertät. Mit diesen Mitteln arbeitet ihre Fantasie, und was herauskommt, ist Literatur, die aufwühlt und zum Nachdenken zwingt.

„Das Wolkenzimmer“
zählt diesen Monat zu den Besten 7 von Deutschlandfunk und Focus und erzielt bereits den Luchs 247 von ZEIT und Radio Bremen.

Zahlreiche Auszeichnungen wurden Irma Krauß bereits verliehen:
1991 Literaturpreis der Dillinger Kulturtage
1993 Empfehlungsliste „Die silberne Feder“
1998 Peter-Härtling-Preis für Kinder und Jugendliteratur
1999 Preis der Deutschen Umweltstiftung „Lesen für die Umwelt“
1999 Buch des Monats der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur
2000 Empfehlungsliste „Hans-im Glück-Preis“
2000 Buch des Monats der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur
2002 Autorenresidenz in Luxemburg
2003 Frau Ava Literaturpreis
2005 Barnimer Literaturpreis „Eberhard“
2007 Luchs 247 von ZEIT und Radio Bremen

Am Dienstag, 22. Juli 2008, fand in der Fachakademie für Sozialpädagogik Maria Stern eine Autorenlesung für die Vollzeit Studierenden der ersten Klassen statt.
Hierfür war der Autor Thomas Kastura aus Bamberg eingeladen. Zum Schreiben kam Herr Kastura durch die Arbeit beim bayerischen Rundfunk, wo er unter anderem literarische Rätsel verfasst. Anfangs schrieb er lediglich Sachbücher, nun verfasst er auch Thriller, Krimis (z.B. „Der vierte Mörder“) und seit neuestem auch Jugendbücher.
Eines seiner Jugendbücher: „Warten auf das Leben“ (Erscheinungsjahr 2006) wurde den Studierenden in der Autorenlesung vorgestellt. Das Buch behandelt das Thema AIDS. Um den Zuhörern einen besseren Einblick zu verschaffen, las Thomas Kastura die ersten drei Kapitel vor, worin es um die 15-jährige Tara geht, die eine Party veranstaltet. Dabei werden Drogen und Alkohol konsumiert und auch Tara selbst ist ziemlich betrunken. Sie hat einen One-Night-Stand mit einem Jungen. Es stellt sich danach heraus, dass dieser Junge AIDS hat und Tara befürchtet nun auch, HIV positiv zu sein. Eine Zeit des (Ab-) Wartens beginnt.
Nach der Vorlesung hatten die Studierenden noch Zeit, Fragen zum Inhalt und der Thematik dieses Buches zu stellen. Der Autor stand Rede und Antwort und wurde mit einem großen Applaus verabschiedet.