Praktika am 06.10.2015

 

Sonderpädagogisches Praktikum

 

29 Studierende der 1. Klassen leisteten im November ein dreiwöchiges Praktikum in sonderpädagogischen Einrichtungen (Wohnheime für Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung der Lebenshilfe Nördlingen und Asbach-Bäumenheim, bzw. der Johannesheime in Oettingen, sowie in der Hermann-Keßler-Schule in Möttingen, in der Schule „Zum guten Hirten“ in Wassertrüdingen und in der Konrad-Biesalski-Schule für Kinder und Jugendliche mit Körper- oder Mehrfachbehinderungen in Wört) ab. 4 Studierende praktizieren in Nördlingen im Hort an der Squindoschule, im Hort im „Haus für Kinder“ des Erziehungs- und Jugendhilfeverbundes Nordschwaben und in der Heilpädagogischen Tagesstätte der Kinder- und Jugendhilfe Südbayern.

 

 

 

In diesem Praktikum verlieren Studierende Berührungsängste mit einer neuen Klientel, erleben, dass deren Individualität bei der Arbeit im Mittelpunkt steht und wie ihre Bedürfnisse ernstgenommen und umgesetzt werden. Hierbei lernen sie bisher unbekannte Fachkompetenzen und völlig neue Arbeits- bzw. Hilfsmittel kennen und einzusetzen. Viele Studierende entdecken bei diesem Praktikum ihre besonderen Fähigkeiten für dieses Arbeitsfeld und damit für ihre berufliche Zukunft.

 

Elisabeth Stöcklein

 

Ein dreiwöchiges Praktikum können Studierende in sonderpädagogischen Einrichtungen der Lebenshilfe Nördlingen, der Johannes-Heime Oettingen, der Hermann-Keßler-Schule in Möttingen und der Konrad-Biesalski-Schule in Wört/ Ostalbkreis ableisten. Die Begegnung mit behinderten Menschen verlangt den Studierenden ein besonderes emotionales Engagement ab; dieser Einsatz wird aber durch die Herzlichkeit der Betreuten und die freundliche Aufnahme der jeweiligen Teams, deren Hilfestellungen und Gesprächsbereitschaft kompensiert.

 

Schulpraktikum

 

 

Im Rahmen des Faches „Sozialpädagogische Praxis – SPP“ steht im zweiten Jahr der Vollzeitausbildung das zweiwöchige Praktikum an Grund-, Mittel-, Realschulen bzw. Förderzentren auf dem Lehrplan.

 

Die Fachakademie für Sozialpädagogik Maria Stern Nördlingen kooperiert mit zahlreichen Bildungseinrichtungen im Nördlinger Ries.

 

Die Zielsetzungen des Schulpraktikums können wie folgt zusammengefasst werden:

 

  • Kennenlernen der Organisationsstrukturen, Lehrpläne bzw. Lerninhalte der verschiedenen Bildungseinrichtungen (Grundschule, Hauptschule, Förderzentrum)
  • Sensibilisierung für den Übergang Kindergarten-Grundschule, SVE-Förderschule bzw. Grundschule-Hauptschule
  • Miterleben, Erproben und Reflexion der Unterrichtsgestaltung
  • Verhaltensbeobachtungen an Schulkindern
  • Kennenlernen der bestehenden Kooperationsformen von Bildungseinrichtungen
  • Sensibilisierung für die Anforderungen an die sozialpädagogische Arbeit mit Schulkindern und Jugendlichen

 

Die Studierenden werden fächer- und lehrkräfteübergreifend auf das Praktikum vorbereitet. Dr. Becker belehrt nach dem Infektionsschutzgesetz, während Herr Krug über die Schweigepflicht sowie den Datenschutz bezüglich des Praktikums informiert. Die beiden Lehrkräfte Elke Denk und Helmut Freudhöfer bereiten die PraktikantInnen inhaltlich und methodisch auf ihren Einsatz vor, koordinieren die Einsätze, kooperieren mit den zahlreichen Schulen und führen die Praxisbesuche durch.

 

Die abschließende Evaluation nach Ende des Praxiseinsatzes zeigt, das sowohl die Studierenden als auch die Kooperationsschulen das Praktikum als sehr positiv und „bereichernd für beide Seiten“ bewerten.

 

Elke Denk, Helmut Freudhöfer

 

 

Seniorenpraktikum

 

Vier Seniorenheime in Nördlingen, Wallerstein und Wemding öffnen den Studierenden ihre Türen für ein Seniorenpraktikum. Nach der Prüfungszeit können die Studierenden im Rahmen des Kooperationsprojekts „Intergeneratives Lernen/ Begegnung der Generationen“ vertiefte Erfahrungen im Seniorenbereich erwerben. Dabei geben sie nicht nur durch Biografie bezogene Aktivitäten den SeniorInnen kognitive, emotionale und motorische Anregungen, sondern arbeiten mit ihren Gesprächsprotokollen auch dem Stadtarchiv Nördlingen zu.

 

 

 

 

Hort / Grundschule

Im Rahmen der Fächerkombination „Sozialpädagogische Praxis“ sammeln die Studierenden der FakS 2-Klassen Praxiserfahrung mit der Zielgruppe der 6–10-Jährigen. Zunächst erarbeiten die angehenden Erzieher/-innen entwicklungspsychologische Besonderheiten von Kindern in der sog. „mittleren Kindheit“. Darüber hinaus beschäftigen sich die Studierenden mit den vom Bayerischen Staatsministerium herausgegebenen „Leitlinien für die Bildung und Erziehung von Kindern bis zum Ende der Grundschulzeit“.

 

Diese Leitlinien umfassen folgende inhaltlichen Schwerpunkte: Bildungsauftrag von Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflege und Schulen; Menschenbild und Bildungsverständnis; Leitziele von Bildung und Erziehung – kompetenzorientierte Betrachtung des Kindes; Bildung als individueller und sozialer Prozess; Partizipation als Kinderrecht; Inklusion – Pädagogik der Vielfalt; Pluralität der Bildungsorte; Bildung als lebenslanger Prozess; Themen und Inhalte von Kindern im Grundschul-/ Hortalter. Bezug nehmend auf die inhaltlichen Schwerpunkte entwickeln die Studierenden konkrete Zielformulierungen. Diese bilden die Grundlage für die methodisch-didaktischen Planungen der in Kleingruppen konzipierten, durchgeführten und reflektierten Aktivitäten.

 

Im Schuljahr 2014/15 setzte sich die langjährige Tradition einer gelungenen, praxisnahen Kooperation mit der benachbarten „Grundschule Mitte“ sowie dem Kinderhort „St. Martin“ im Wemdinger Viertel fort. Die Kinder aus beiden Einrichtungen kamen gerne und zahlreich zu den Angeboten mit u. a. kreativen, literarischen, naturwissenschaftlichen, erlebnispädagogischen oder medienpädagogischen Schwerpunkten. Anschließend erhielten die Studierenden in Kleingruppen-Gesprächen die Möglichkeit, ihr Handeln zu reflektieren, um so ihre Handlungskompetenz zu erweitern.

 

Zusätzlich engagierten sich die Studierenden im Rahmen des Fachs zum einen in der Nachmittagsbetreuung an der „Grundschule Mitte“, zum anderen waren sie mit der Organisation und Durchführung des Kinderprogramms beim Historischen Stabenfest Anfang Mai auf der Nördlinger Kaiserwiese betraut.

Helmut Freudhöfer

Schulsozialarbeit

 

Pädagogische Handlungsfelder im Netzwerk von Schule und Jugendhilfe

Die Schule nimmt immer mehr Raum ein in der Erlebenswelt heutiger Kinder und Jugendlicher. Diese verbinden mit diesem Bereich ihres Lebens ganz spezifische Erfahrungen: Probleme und Sorgen, aber auch Freuden.

 

Um am Puls der Zeit zu bleiben und die aktuellen Entwicklungen in eine moderne Ausbildung für künftige Erzieherinnen und Erzieher zu integrieren, hat die Fachakademie für Sozialpädagogik Maria Stern in Kooperation mit input e. V. München die Zusatzqualifikation „Schulsozialarbeit“ konzipiert. Diese hält jedes Jahr zehn interessierten Studierenden die Möglichkeit bereit, sich in diesem besonderen Berufsfeld gezielt weiterzuqualifizieren. Aufbauend auf die Vermittlung der grundlegenden Inhalte im Regelunterricht, können die Teilnehmer in interaktiven Vorträgen durch Gastdozenten weitere fachspezifische Inhalte erarbeiten. Nach den Abschlussprüfungen werden die Studierenden an einer Schule eingesetzt, wo sie ihre besonderen Kompetenzen praktisch bearbeiten, reflektieren, abgleichen und erneuern bzw. erweitern. Die Praktikumsstellen sind an die Schulsozialarbeit in Baden-Württemberg oder die Jugendsozialarbeit an bayerischen Schulen angegliedert. Die Betreuung der Praktikanten übernehmen dabei erfahrene Mitarbeiter im Feld der schulischen Netzwerkarbeit.

 

Nach zwei erfolgreichen Durchläufen geht das Projekt 2016 in die dritte Runde. Mit der dritten Runde kommt auch neuer Wind in das Projekt; dabei wird stetig an der qualitativen Weiterentwicklung des Angebots gefeilt. So befinden wir uns gerade in einem Prüfungs- und Innovationsprozess, der der Praxis mit ihren verschiedenen Arbeitsfeldern noch mehr Platz in der Zusatzqualifikation einräumt.

 

Timo Meister